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Jeden Tag eine gute Tat oder wie ich meinen Beitrag zum Widerstand leistete...

Sie ist überall. Auf Litfasssäulen und an Häuserwänden, im Fernsehen und im Radio, Auf Frühstücksflocken und Bierdeckeln, Auf Getränkeflaschen und im Kino: Die Werbung.
Eine ganz besondere Form der Werbung oder besser gesagt Anwerbung begegnete mir heute Abend auf dem Nachhauseweg, politische Werbung.
Auf mindestens jeder zweiten Straßenlaterne der gleiche Aufkleber, die gleichen Lügen.
Ich möchte nicht zitieren, nicht aus Feigheit, sondern weil ich solchen Dreck nicht auf meiner Homepage stehen haben will.
Ich denke es reicht wenn ich sage, dass die Werbung von ganz rechts kam.
Ich ging also nach Hause und sah die Lügen. Versteht mich nicht falsch ich bin unter normalen umständen sehr umgänglich und neige nicht zu Gewalt, aber wenn ich sehe das diese, durch alle sozialen und moralischen Auffangnetze gefallenen, hoffnungslosen, von ihren gestörten Gedanken gesteuerten Lügner ungehindert für sich werben dürfen denke ich, dass ich meine Chance als noch nicht volljähriger Mensch noch das eine Jahr was ich habe zu nutzen.
Meinungsfreiheit höre ich immer wieder. Artikel 19 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, in dieser steht aber auch, dass jeder Mensch das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person hat, dass niemand der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden darf.
Wieso dürfen Menschen, die sich in der Missachtung dieser Rechte perfektioniert haben, für sich werben und sich gleichzeitig hinter einem dieser missbrauchten Rechte verstecken?
Wie kann es sein, dass Menschen die erzählen es habe ihnen noch kein Techniker erklären können wie eine Gaskammer wirklich funktioniere in unserer Politik mitmischen dürfen?
Wie kann es sein das so jemand dazu berechtigt ist die Bevölkerung mit seiner braunen Lehre zu vergiften?
Wie, verdammt, wie kann es denn sein, dass Ex Nazi-Richter eine große Beerdigungsfeier bekommen und dann auch noch als Gegner des NS-Regimes bezeichnet werden?
Dreck.
Dort drüben wird Propaganda betrieben und die Menschen sitzen trotzdem vor ihrem Fernseher und schauen sich das Filmhighlight an. Hier werden Taten und Gedanken gleichgesetzt und der Wechsel von Tag und Nacht wird trotz allem nicht unterbrochen.
Vor allen Augen wird das, was nach der Diktatur mühsam aufgebaut wurde mit Füßen getreten und es wehrt sich trotzdem niemand?
In der Schule nahm man Oettingers „Ausrutscher“ durch. Er sei ein Gegner gewesen. Aber er hat sich nicht gewehrt. Er hat keinen Widerstand geleistet, wie von Stauffenberg oder die Geschwister Scholl. Er musste nicht sterben.
Wir unterscheiden zwischen den „tätlichen“ und den „gedanklichen“ Gegner.
Ich wollte nicht zu den Letzteren gehören.
Ich wollte etwas tun, genau in diesem Moment als ich nach Hause ging und die Kühle der Nacht über mich hereinbrach.
Was kann ich verändern? Was steht in meiner Macht? Ich sollte mehr tun. Ich sollte auch mehr Sport treiben, meine Hausaufgaben ordentlicher machen, ich sollte sozialer sein, demokratischer, gerechter, ich sollte besser sein.
Ich kann es nicht, noch nicht. Ich bin schwach.
Die Wut steigt in meinen Kopf und blendet alles aus. Die Wut auf sich selbst, auf die Schwäche, auf den Rest der Welt.
Ich krame in einer Schreibtischschublade herum, sie waren hier, irgendwo hier. Dann halte ich sie in meiner hand: Vier Aufkleber ca. 5 x 5 cm groß von diversen Bands.
Ich gehe den Weg den ich gekommen bin noch einmal zurück, sehe die gleichen Bilder aber fühle anders. Ich fühle ein bisschen Angst, aber ich fühle noch etwas, etwas das von tiefer her kommt, ich spüre Stolz.
Ich klebe die noch am Besten erhaltenen Werbeaufkleber mit meinen eigenen über.
Es sind nur vier Stück, aber als ich mein Werk aus einiger Entfernung betrachte fühle ich mich besser.
Ich bin noch lange kein besserer Mensch, aber ich habe, für heute jedenfalls, meinen eigenen kleinen Beitrag zum Widerstand geleistet. Man muss sich ja auch nicht alles gefallen lassen.

P.S.: Unter Erkenntnisse: Paulinchen weichen
30.4.07 22:15


Werbung


14.2.07 14:14


Mission possible?

Wir schreiben den 10. Februar 2007, draußen schnee-regen; geschätze Temperatur drinnen 22 °C,
geschätze Temperatur mein Körper- eisig.
Charlie befindet sich auf Gheimer Mission, Das Zielobjekt - die mündliche DELF Prüfung.
Im Foyer der Freiherr von Stein Gymnasiums trifft sich die halbe DELF Gruppe aus Aspe.
Spione berichten es sei ganz leicht, ohne große Vorbereitung zu schaffen.
Überall junge Menschen, ich spüre die Nervosität in mir. Agentin J. kommt aus der Prüfunf zu uns. "Das war soo geil,
voll locker und so! Ich dachte ich wäre vol nervös, aber das war voll cool."
Dann mein Name, die Mission kann beginnen.
Als erstes drückt man mir Papier in die Hand, darauf Anweisungen.
Verschiedene Stichworte. "Nom" "Nationalité" "Musique?" "Livre" "Film" "Marié(é)" etc. Der Prüfer deutet auf ein WORT
erfahre ich, und der Prüfling muss dazu eine Frage stellen.
Beispiel. "Nom" * Quel est votre Nom
Dann eine Situation, wahlweise Im Café, Im Kleiderladen, In einem Sportclub, In einem Postamt.
Zusammen mit fünf bis sechs anderen unebkannten werde ich in einen Raum gebracht. Préparation steht auf dem Zettel.
vorbereitung, logisch. Zehn Minuten noch, dann hab ich Prüfung lässt sich auf meinen Blatt lesen.
Die Aufregung ist unerträglich, ich fühle mich matt, nichtmal mehr dazu im Stande die Blättersammlung vor mir anzuheben.
Ich warte, höre Schritte, eine Stimme dessen Besitzer eine junger Mann (vlt. Ende Zwanzig) ist verliest die Namen der
Prüflinge. Meine rist nicht dabei. Gut, ich atme durch. Dann gleich.
Neue Anweter kommen herein, neue werdne rausgerufen.
Und ich warte, mein Name ertönt in keiner Silbe.
Denise kommt rein udn wrd kurz darauf rausgerufen, sie sieht mich fragend an. "Du warst doch vor mir dran!?" lese ich in ihren Augen
und ich wundere mich auch. Ich war doch vor ihr dran!
Ich beobachte wie das spätnachmittägliche grau sich in eine dunkelbgrau verwandelt, ich höre jedesmal wenn der Aufseher seine
Zeitung umblättert. Ich höre wie neue rasugerfufen werden- und keiner mehr reinkommt.
Dann kommt die Stimme weider zurück. "Tous avec moi- c'est parti"
Irgendwas läuft hier kollosal falsch.
Pas de Stress- amuse toi- viel erfolg- keine Sorge, so werden meine Mitstreiter in die Prüfklassen geschickt. Der
Rest folgt dem Endzwanziger folgsam.
Die letzte Tür. Er dreht sich um "Warum seit ihr zu zweit?" Ich wurde nicht aufgreufen antowrte ich.
"Oh" MEIN LETZER GEFÄHRTE WIRD IN DIE Klasse gschickt. "Da haben wir dich wohl vergessen"
aus dem Nebengang höre ich die Worte "Ca y'est- enfin!"
"Dann machen wir die prüfung" sagt die Stimme. Warte kurz. Wie lange ist Kurz?
Er kommt wieder. Wir gehen in ein leeres Klassenzimmer.
"Tu parles de toi, de ta famille. Tu as des fréres ou des soeurs?" Ich fange an zu erzählen, ist wirklich nicht so schwer. Dann die
Frage nach meinen Lieblingsfächern. "Je prefere des langue,s alors l'anglais, le francais parce que c'est pas..."
Mist was zur Hölle heißt nochmal schwer? Ich sitze da und zermatere mein Hirn. Facile ist das gegenteil, verdammt "Prends de la temps.- Wir
haben Zeit" difficile! Das ist es ich mache weiter und ignoriere das ich jetzt wahrscheinlich die Farbe einer reifen
Tomate angenommen habe.
Dann legt er mir das Blatt mit den Stichwörtern vor. "Such dir welche aus", vielleicht sollte ich
das als kleine Entschädigung für das lange warten sehen.
Ich frage ihn ob er Verheiratet ist "Non"
"Quel est votre musique preferé?"
"Presque tous, mais souvent du Dance et du Techno"
"Aimez-vous des Livres?"
"Oui, quel est ta livre preferé?"
"Je pense que c#est Harry Potter mais il y a beaucoup de livres que j'aime"
Er fragt was ich später mal machen will. Ich will studieren, Journalstik. er lächelt erstaunt.Ich will was
mit Musik machen. Er fragt was meine ielingsband ist "Zur zeit billy talent, aber das ändert sic jeden Tag"
Er lacht.
Dann zeigt er auf ein Wort "Souvenir bien?" Scheiße, je ne me souvines pas au mot "souvenir".
Das sage ich ihm auch so ähnlich. Er versucvht es mir zu erklären, ich deute das es irgendwas wie beste erinnerung heißt. Oder
können sie sich gut an etwas erinnern? Oder gleich- haben sie ein gutes Gdächtnis?
Nee das ist zu unhöflich. Dannlieber erstes. Ich frage, so gut wie es geht nach seiner plus bon (meilleure! Fuck! Meillure heißt es klärt er mich auf)
Erinnerung.
"Quand j'ai passé mon bac." Was das heißt weiß ich.
Als ich erzähle das mein Lieblingsfilm "Donnie Darko" ist sagt er er habe ihn vor langer Zeit mal gesehehen.
"Ca fait un peu peur" Süüüüüß! Ich konnte mir das grinsne einfach nicht verkneifen als ich mir vorstellen musste
wie mein Prüfer sich in sinen Sessel krallt aus Angst vor eine Mann in einem Hasenkostüm...
=)
Zum Abschluss der Dialog. Ich sage ich hab schon entschieden das ich ins Café will. Okay.
Ich erfrage den Preis für 500 gramm Erdnüsse und ein Eis, en plus un coca parce qu'il fait chaud.
Die Lüge des Tages. Erdnüsse kosten 3 euro, ein Eis auch. Am Ende soll ich 13.60 bezahlen. Uncerschämt, 6.60 für ne cola?
Eigentlich mussten alle aus Spielgeldscheinen die richtige Summe zusammensuchen. Ich hatte leider keins. Ich
sollte es einfach aufschreiben. 13.60. Du kannst gehen.
Ich bin fertig. Schönes Wochenende. Nächstes mal sagt der Endzwanziger, passiert das nicht nochmal.
Au revoir.
Ob meine Mission erfüllt ist werde ich dann Ende März erfahren. Ich bin aber ziemlich sicher das
es gut war. Doch.
Wie auch immer, ich bin raus.
Da Monster in euch...
10.2.07 20:24


hallo
24.10.06 09:06


Die Stadt und ich

Stadtmusik: Fire in the attic, I'll beat you, city! / Clueso, Chicago / Tomte, New York

Mal wieder Träumen, von kleinen Lichtern, die die dunkle Stadt erhellen, von dem Geräusch der Autos die unten an deiner Haustür vorbei fahren, von Menschen die an dir vorbei gehen ohne dich wahrzunehmen. Mal wieder Träumen vom allein sein. Es ist wie eine schizophrenie gleichzeitig mitten unter Menschen und dann doch wieder ganz alleine, unsichtbar, vor allen Dingen unbemerkt zu sein. Eine Schizophrenie die nur die Stadt erlaubt, eine Stadt in der die Menschen auf engstem Raum und trotzdem an einander vorbei Leben. Jeder einzelne in seiner eigenen kleinen Seifenblase, manchmal kannst du sie hören wie sie an die Wände ihrer eigenen kleinen Welt klopfen, wie sie dannach rufen das sie jemand wahrnimmt um nicht verloren zu gehen. Und manchmal bemerkst du gar nicht das sie da sind. Die Menschen sind so nah beieinander ohne sich näher zu kommen, bleiben alleine zwischen tausend anderen einsamen Menschen. Diese Anonymität, das fast-nicht-existieren "how could he mean so much to someone, he was barely there!"- die Mutter über ihren getöteten Sohn in the untied states of Leland (state of mind). Doch grade jene die fast nicht da sind. immer nur in ihrer Parallelwelt existieren, sind am bedeutsamsten.
Ich bin mir im klaren darüber, selbst wenn das nicht immer so scheint, dass mein Leben sich nicht von heute auf morgen verändern würde, wäre ich nur in einer Großstadt. Es ist der Traum, wie ein Rausch, auf den die große Enttäuschung, ernüchterung folgen wird. So ist es mit allem was man zu sehr begehrt. In dem Märchen "klingt meine Linde" wünscht sich ein Mädchen das im Armenhaus wohnen muss und nichts schönes mehr auf der Welt für sie existiert eine klingende Linde. "Sie begherte es so sehr, als müsse der Erdboden aufbrechen und eine Linde daraus sprießen.". Und es wächst dort auf dem Kartoffelacker eine Linde, doch sie klingt nicht. Eine Linde die nicht klingt. Da beschließt das Mädchen seine Seele der Linde zu schenken, es gibt nichts mehr was das Leben für sie lebenswert macht, außerd dieser Linde. Und jemand der keine Seele hat, so sagt sie, kann nicht existieren. Von dem Tag an klingt die Linde.
Doch eine Stadt wird nie klingen, sie frisst nur auf. Lässt ihre Bewohner ein Teil von ihr werden, mit ihr verschmelzen und irgendwann in ihr verschwinden. Und doch würde ich sie dafür lieben, dafür endlich ein Teil von etwas zu sein. Dafür endlich irgendwo dazu zu gehören. Nicht mehr weder noch zu sein. Ein Teil des ganzen zu werden, ist es das wonach ich mich sehne? Ein Teil der Menge zu sein? Das zu sein wogegen ich mich immer gewehrt habe, kann es das sein? Ist es das? Ist überhaupt irgendwas? Sind wir? Bin ich? Ist eine Stadt? Zu viele Fragen für zu wenig antworten. Und wenn wir nicht wären, wenn nur ich bin, wäre es dann nicht ich die mir darauf antworten müsste, wäre nicht ich die einizge die Fragen stellt auf die es keine antworten gibt? Im Grunde genommen, so denke ich, ist es nicht wichitg ob man ist oder nicht, wichtig ist nur ob man sein will!
3.8.06 14:31


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