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Die Stadt und ich

Stadtmusik: Fire in the attic, I'll beat you, city! / Clueso, Chicago / Tomte, New York

Mal wieder Träumen, von kleinen Lichtern, die die dunkle Stadt erhellen, von dem Geräusch der Autos die unten an deiner Haustür vorbei fahren, von Menschen die an dir vorbei gehen ohne dich wahrzunehmen. Mal wieder Träumen vom allein sein. Es ist wie eine schizophrenie gleichzeitig mitten unter Menschen und dann doch wieder ganz alleine, unsichtbar, vor allen Dingen unbemerkt zu sein. Eine Schizophrenie die nur die Stadt erlaubt, eine Stadt in der die Menschen auf engstem Raum und trotzdem an einander vorbei Leben. Jeder einzelne in seiner eigenen kleinen Seifenblase, manchmal kannst du sie hören wie sie an die Wände ihrer eigenen kleinen Welt klopfen, wie sie dannach rufen das sie jemand wahrnimmt um nicht verloren zu gehen. Und manchmal bemerkst du gar nicht das sie da sind. Die Menschen sind so nah beieinander ohne sich näher zu kommen, bleiben alleine zwischen tausend anderen einsamen Menschen. Diese Anonymität, das fast-nicht-existieren "how could he mean so much to someone, he was barely there!"- die Mutter über ihren getöteten Sohn in the untied states of Leland (state of mind). Doch grade jene die fast nicht da sind. immer nur in ihrer Parallelwelt existieren, sind am bedeutsamsten.
Ich bin mir im klaren darüber, selbst wenn das nicht immer so scheint, dass mein Leben sich nicht von heute auf morgen verändern würde, wäre ich nur in einer Großstadt. Es ist der Traum, wie ein Rausch, auf den die große Enttäuschung, ernüchterung folgen wird. So ist es mit allem was man zu sehr begehrt. In dem Märchen "klingt meine Linde" wünscht sich ein Mädchen das im Armenhaus wohnen muss und nichts schönes mehr auf der Welt für sie existiert eine klingende Linde. "Sie begherte es so sehr, als müsse der Erdboden aufbrechen und eine Linde daraus sprießen.". Und es wächst dort auf dem Kartoffelacker eine Linde, doch sie klingt nicht. Eine Linde die nicht klingt. Da beschließt das Mädchen seine Seele der Linde zu schenken, es gibt nichts mehr was das Leben für sie lebenswert macht, außerd dieser Linde. Und jemand der keine Seele hat, so sagt sie, kann nicht existieren. Von dem Tag an klingt die Linde.
Doch eine Stadt wird nie klingen, sie frisst nur auf. Lässt ihre Bewohner ein Teil von ihr werden, mit ihr verschmelzen und irgendwann in ihr verschwinden. Und doch würde ich sie dafür lieben, dafür endlich ein Teil von etwas zu sein. Dafür endlich irgendwo dazu zu gehören. Nicht mehr weder noch zu sein. Ein Teil des ganzen zu werden, ist es das wonach ich mich sehne? Ein Teil der Menge zu sein? Das zu sein wogegen ich mich immer gewehrt habe, kann es das sein? Ist es das? Ist überhaupt irgendwas? Sind wir? Bin ich? Ist eine Stadt? Zu viele Fragen für zu wenig antworten. Und wenn wir nicht wären, wenn nur ich bin, wäre es dann nicht ich die mir darauf antworten müsste, wäre nicht ich die einizge die Fragen stellt auf die es keine antworten gibt? Im Grunde genommen, so denke ich, ist es nicht wichitg ob man ist oder nicht, wichtig ist nur ob man sein will!
3.8.06 14:31
 


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