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Keine Zweifel mehr (für den Moment)

Man soll aufhören wenn es am schönsten ist, wie wahr, wie wahr. Noch einen Tag länger und der Regen hätte uns wahrscheinlich eingeholt, die Füße hätten den Dienst verweigert, die Augen wären einfach wieder zugefallen.
Hätte, wäre, ist aber nicht. Für uns schien die Sonne nochmal extra warm, die Füße waren gehorsam und die Augen vor Staunen weit offen. Diese fünf Tage in der Stadt, diese Momente, die kann uns jetzt niemand mehr nehmen, kein Regen, keine schmerzenden Füße, diese Momente gehören uns.
Am Ende einmal „alles war gut und nichts tat weh“ sagen können, das ist mein Triumph über die Pessimisten!
Ob ich vorher nicht auch ein bisschen einer war spielt jetzt keine Rolle mehr. Nie war ich so sicher das richtige zu tun, die richtigen Entscheidungen zu treffen auch wenn das hieß mal um zehn schlafen zu gehen und nicht den Einbruch der Dunkelheit mit Bier und Sekt und lauter Musik zu feiern. Nie war ich so sicher, dass ich hier nichts verpasse und wenn doch, dass ich das alles wieder aufholen kann wenn ich am nächsten morgen mit schmerzenden Füßen, schweren Augen und frohen Mutes aufwache.
Da gab es keine Zeit die verrinnt, gegen die ich anlaufe, die ständig gegen mich arbeitet. Da gab es keine Zweifel.
Ich schwebe durch die Stadt und ich treibe nur an die richtigen Orte, zu den richtigen Menschen, alles ist gut. Ich bin so offen, so frei so anders als sonst, ich fühle mich so echt, das muss Leben sein, das sollte es sein, immer nur Sonne und Lachen und Wind in den Haaren und Füße die mich unendlich weit tragen.
Ich höre die Sirenen an mir vorbeirauschen alle drei Minuten, aber das ist alles so weit weg von mir. Für mich gibt es keine Zweifel mehr.
Ich möchte da bleiben und morgen einfach so weiter machen, aber die Zeit holt mich ein. Es ist wie ein Traum aus dem man aufwachen muss, wenn man sein Leben nicht verschlafen will. Denn das ist nicht Leben. Das ist eine Ausnahmesituation, nichts das man voraussetzen sollte, wenn man nicht an der Höhe der Ziele scheitern will. Es ist verführerisch dieses Traumweltleben.
Ich bin nicht mehr da, bin wieder zuhause, aufgewacht der Schlaf noch in den Augenwinkeln. Das war ein schöner Traum, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis das echte Leben, mit Regen und Sorgen und Zeit mich wieder eingeholt hat, aber jetzt gerade noch, jetzt gerade gibt es keine Zweifel mehr.
10.10.09 11:38
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gesa (10.10.09 14:51)
Wundervoll


(19.10.09 23:40)
Das ist : man muss allein sein, in dieser Gewissheit der Ruhe und der richtigen Stimmung und man kann die Worte, die Sätze nicht aufschieben, nicht in der nächsten Stunde noch am nächsten Tag so schreiben, wie sie jetzt, in dieser Sekunde in die Tastutar gemeisselt werden.

Und : set your own margins, wer schon könnte(wollte) dich einholen, wenn nicht du selbst.

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